Charakter des Rhodesian Ridgeback

Quelle: Petra Stracke

Der Zusammenhang zwischen Aussehen und Wesen kann bei der Auswahl eines Welpen für den Hundeinteressenten sehr behilflich sein.

Wissenschaftler haben festgestellt, dass Exterieur und Wesen ofmals übereinstimmen. Das kann z. B. bedeuten, dass der eher windhundarige Ridgeback nervöser oder gar Ängstlicher im Verhalten ist als der Molossertyp. Man kann das sehr gut mit den unterschiedlichen Pferderassen vergleichen. Das elegante Vollblut hat eben ein anderes Temperament als das schwere Kaltblut.
Auch die Pigmenstärke kann Aufschluss über das Temperament geben.

Livernose-Ridgebacks sollen einen besonders liebenswerten Charakter haben.














Quelle Ann Chamberlain


Der Standard beschreibt den Rodesian Ridgback als einen „erhabenen, intelligenten Hund, der Fremden gegenüber zurückhaltend ist, jedoch keine Anzeichen von Aggressivität oder Scheu zeigt.
Besonders der letzte Teil beschreibt das Wesen des Rodesian Ridgback sehr gut. Er drückt die Selbstsicherheit und die Verbundenheit zur eigenen Familie aus, wie sie diese Hunde besitzen. Sie stürmen nicht auf jeden Menschen los und begrüssen ihn, als wäre es ein nach Jahren zurückgekehrter Freund.

Wer in Hunden bisher eine Meute schwänzelnder Vierbeiner sah, die nicht so genau zwischen Herrchen und Fremden unterschieden, wird hier eines Besseren belehrt. Es ist diese Selbstsicherheit, die ihn frei von Aggressivität und Scheu sein lässt. Er ist sich selbst und seiner Sache sicher.
Hierbei hilft ihm sein oftmals zitierter sechster Sinn, mit dem er Situationen richtig einzuschätzen weiß. Diese Hunde scheinen Gefahren immer etwas früher zu wittern, als sie eigentlich könnten.
Eine Veranlagung, die sehr auf ihre Ursprünglichkeit zurückgeführt wird und nicht mit einer auch beschriebenen Sensibilität in Form von Empfindlichkeit verwechselt werden darf, die so bei einem gesunden Rodesian Ridgback nicht existieren soll.
Werden vereinzelt schüchterne Rodesian Ridgback gesehen, so sind sie zumeist das Resultat einer falschen Erziehung und Sozialisation.

Die Geschichte des Rodesian Ridgback gibt uns Hinweise, auf welche Charakterzüge und Besonderheiten wir uns bei diesem Hunden einzustellen haben.

Die schon beschriebene Verwendung der Jagd setzt wie wichtige Veranlagungen voraus. Zum einen müssen die Hunde selbstständig handeln können, zum anderen sind sie bei der Jagd genauso auf den Jäger angewiesen, wie er auf sie. Es ist echtes Teamwork gefragt, das ihr Hund auch noch heute von Ihnen erwartet.

Vergessen Sie beim Rhodesian Ridgeback alles, was Sie über Unterordnung gehört haben, dieser Hund ist Ihr Partner, der seinen eigenen Kopf hat. Sie werden sehen, dass dies kein Nachteil ist, sondern von Ihnen akzeptiert werden muss und geschickt genutzt werden kann.

Insgesamt ist der Rodesian Ridgback heute ein selbst bewusster Hund, der frei ist von Aggressionen, sich hervorragend als Familienhund eignet und Kindern gegenüber ausgesprochen offen und freundlich auftritt.


Quelle Stig G. Carlson

Wenn ich eine einzelne Qualität des Rhodesian Ridgeback besonders hervorheben sollte, wäre es immer sein ausgeprägter Stolz. Dies ist ein Hund voller Selbstsicherheit, er kennt seine eigene Schnelligkeit, seine Beweglichkeit und alle seine Möglichkeiten.

Das dunkle Auge des Rhodesian Ridgeback leuchtet vor Anspannung, sobald irgendetwas neues passiert. Nie darf man aber einen Rhodesian Ridgeback schlecht behandeln. Grundsätzlich müssen wir alle Vermenschlichungen in der Hundebeschreibung vermeiden, trotzdem kann ich dafür garantieren, dass sich ein Rhodesian Ridgeback sehr lange erinnert.
Gut behandelt ist er stets Ihr unterordnungsfreudiger Gefährte, alles, was er verlangt ist, dass man ihm die gleiche Loyalität, den gleichen Respekt für seine Integrität entgegenbringt.

Wenn Sie manchmal glauben, dass die unabhängige Arroganz Ihres Rhodesian Ridgeback einen Schritt zu weit geht – denken Sie daran, er ist ein stolzer Hund und er besitzt sehr viel, worauf er mit Recht stolz sein kann.