Aussehen und Charakter Beschreibungen des Rhodesien Ridgebacks

Diese irgendwie ewig gleichen Beschreibungen der Rhodesien Ridgeback Charaktereigenschaften mögen ja für einige Linien Sinn machen – da diese sehr eng gezogen wurden.
Ob es aber generell für alle RR`s gilt, wage ich zu bezweifle.

Sehr interessant und zum nachdenken animieren die Ausführungen z.B. von Frau Petra Stracke in ihrem Buch „Rhodesien Ridgeback“ und der Wissenschaftlerin Frau Dr. Helga Eichelberg in ihrem Buch „Hundezucht“. Dazu könnte ich noch wesentlich mehr Trainer und Richter auch Kynologen zitieren, möchte es aber bei dem Zitieren von einem Artikel aus dem Buch von der Richterin/Züchterin Frau Petra Stacke belassen.

Zusammenhang zwischen Wesen und Aussehen.
Wissenschaftler haben festgestellt, dass Exterieur und Wesen oftmals übereinstimmen. Das kann z.B. bedeuten, dass der eher windhundartige Ridgeback nervöser oder gar ängstlicher im Verhalten ist als der Molossertyp. Man kann das sehr gut mit den unterschiedlichen Pferderassen vergleichen. Das elegante Vollblut hat eben ein anderes Temperament als das schwere Kaltblut. Auch die Pigmentstärke kann Aufschluss über das Temperament geben……“

DIE VERSCHIEDENEN RIDGEBACK-TYPEN

Unterschiedliche Charaktereigenschaften
Wenn man sich für einen Rhodesien Ridgeback interessiert und sich dann aufgrund der vorgefundenen Informationen die Standard und diversen Rassebeschreibungen für einen Hund dieser Rasse entschieden hat, kann es sein, dass man plötzlich feststellt, so gar keinen typischen Ridgeback erwischt zu haben.

Da wird der Ridgeback als toller Familienhund beschrieben, aber ausgerechnet der eigene Hund klemmt jedes Mal die Rute ein, wenn er Kinder nur von weitem sieht.

Oder es werden die jagdlichen Eigenschaften hervorgehoben, aber leider muss man feststellen, dass das Exemplar, das man sich ausgesucht hat, überhaupt kein Interesse daran hat., Wild aufzuspüren, geschweige denn zu apportieren und zu allem Übel auch noch aus dem Wasser

Auch über die guten Wacheigenschaften wissen viele zu berichten, das der eigene Hund freut sich über, der das Haus betritt, lässt sich mit Futter bestechen und ist „everybodys Darling“

Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen und es stellt sich einem natürlich die Frage, warum das so ist. Im Grunde genommen ist der Ridgeback eine Mischung aus den verschiedensten Rassen und auch noch eine relativ junge Rasse. Nun kann es passieren, dass immer wieder Charaktereigenschaften der einen oder anderen Rasse durchschlagen und sich bestimmt Eigenschaften im Laufe der Zeit genetisch manifestiert haben.
Eine weitere Rolle spielt natürlich die Aufzucht inklusive einer guten Prägung beim Züchter und eine spätere gute Sozialisierung durch den Besitzer. Wenn Ridgebacks während ihrer Prägungsphase (3. Bis 7. Woche) z. B. keine Kinder kennen gelernt haben, ist es auch eher wahrscheinlich, dass sie „kleinen Menschen“ gegenüber skeptisch eingestellt sind.“